Gläubiger und griechische Regierung beenden Gespräche in Athen

Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern sind am Donnerstag ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT) unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums in Athen. Bereits am Vormittag hatte ein Ministeriumsvertreter mitgeteilt, dass die Kontrolleure am Donnerstagabend die Eurogruppe über die Gespräche informieren sollen. Es habe zwar Fortschritte gegeben. Einige Themen müssten jedoch noch geklärt werden, hiess es weiter.
09.03.2017 18:18

Die internationalen Geldgeber fordern von der griechischen Regierung weitere Sparmassnahmen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Es geht in erster Linie um die Senkung des Einkommensteuer-Freibetrags von heute 8636 Euro auf etwa 6000 Euro pro Jahr. Zudem werden weitere Rentenkürzungen sowie tiefe Einschnitte im Arbeits- und Streikrecht gefordert. Zu diesen Themen gebe es die grössten Probleme, berichteten griechische Medien.

Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Die Athener Regierung hatte 2015 im Gegenzug für ein Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen zugesagt. Erst nach einer erfolgreichen Überprüfung können weitere Milliarden ausgezahlt werden. Das muss bis zum Sommer geschehen. Im Juli muss Athen nämlich mehr als sieben Milliarden Euro an verschiedene Gläubiger zahlen. Das Geld dafür hat Athen derzeit nicht./tt/DP/tos

(AWP)