Globale Rivalitäten - Weisses Haus strebt Grenzen für China-Aktien in Pensionsfonds an

Laut Insidern treibe die Trump-Administration interne Diskussionen über mögliche Beschränkungen von Portfolio-Strömen nach China voran. Besonders Pensionsfonds für US-Regierungsangestellte sind im Visier.
08.10.2019 16:25
Das Weisse Haus lässt Infos durchsickern. Die Märkte reagieren beunruhigt.
Das Weisse Haus lässt Infos durchsickern. Die Märkte reagieren beunruhigt.
Bild: David Everett Strickler

Die Bestrebungen halten an, obwohl amerikanische Regierungsvertreter einen Bericht von Bloomberg News entschieden zurückgewiesen haben, wonach eine Reihe solcher Beschränkungen geprüft werde. Vertreter der Trump-Administration hielten letzte Woche - nur wenige Stunden nachdem Peter Navarro, Berater des Weissen Hauses, den Bericht als “Fake News“ zurückgewiesen hatte - Treffen ab, berichteten die Personen. Dabei konzentrierten sie sich auf die Frage, wie verhindert werden könne, dass US-Regierungs-Pensionsfonds den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas finanzieren.

Das Büro von Larry Kudlow, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats (NEC) des Weissen Hauses, berief am vergangenen Dienstag eine Ausschuss-Sitzung zur Politik-Koordination ein, an der auch Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats und des Finanzministeriums teilnahmen, sagten die Personen. Ein NEC-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Laut den informierten Personen liegt der Fokus der Regierung nun auf Möglichkeiten, die Entscheidungen von Indexanbietern, chinesische Firmen aufzunehmen, die ihrer Meinung nach ein erhebliches Risiko für amerikanische Investoren darstellen, zu hinterfragen. Es ist weiterhin unklar, mit welcher rechtlichen Befugnis das Weisse Haus die grossen Indexanbieter zwingen will, bestimmte chinesische Unternehmen auszuschliessen.

(Bloomberg)

 

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