GR: Tsipras will Investitionen als Lösung für Schuldenstreit

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat die europäischen Gläubiger zu Entscheidungen aufgerufen, die das Vertrauen von Investoren in die Wirtschaft seines Landes stärken. Nur so werde man das Problem der Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und den Euroländern überwinden. Europa müsse konkrete Investitionsprogramme in Griechenland in die Tat umsetzen, die Arbeitsplätze schaffen werden.
07.06.2017 20:40

"Dies wird am Ende in der Tat die verschiedenen Schätzungen der Institutionen (Gläubiger) überbrücken", sagte Tsipras am Mittwoch im griechischen Fernsehen. Beobachter in Athen werteten dies als Signal des Premiers dafür, dass er zu einer Lösung bereit sei, die nicht sofort konkrete Massnahmen für Schuldenerleichterungen beinhaltet.

Griechenland benötigt im Juli dringend frisches Geld aus dem laufenden dritten Rettungsprogramm, um alte Schulden zurückzuzahlen. Die Eurogruppe hatte die Entscheidung darüber auf den 15. Juni vertagt. Knackpunkt ist eine Beteiligung des IWF, die sich vor allem Deutschland wünscht - die sich die Washingtoner Institution aber bislang offen hält, solange keine Entscheidungen über den weiteren Weg der griechischen Reformen gefallen sind.

Zurzeit wird nach einem Kompromiss gesucht: Der IWF könnte am griechischen Hilfsprogramm teilnehmen, ohne aber Athen direkt zu finanzieren. Dies könnte dann nach dem Ende des aktuellen Programms im Sommer 2018 anstehen./tt/DP/he

(AWP)