Griechenland: Ankara hält bislang Flüchtlingsabkommen ein

ATHEN (awp international) - Gut zwei Wochen nach der vereitelten Putsch hält die Türkei das Flüchtlingsabkommen mit der EU weiter ein. Dies sagte am Sonntag der Sprecher des Stabes für die Flüchtlingskrise, Giorgos Kyritsis, im Staatsfernsehen (ERT). Zwar seien nach dem Putsch an einigen Tagen mehr als 100 Menschen angekommen, "im grossen und ganzen aber sei der Zustrom nicht dramatisch gestiegen", hiess es.
31.07.2016 18:23

Zwischen Samstag und Sonntagmorgen setzten nur sechs Migranten aus der Türkei nach Griechenland über. Am Vortag waren 118 angekommen. Dies teilte am Sonntag der Krisenstab in Athen mit. Auf den Inseln harrten am Sonntag 9414 Menschen aus. In den sogenannten "Hotspots" gibt es aber nur Unterbringungsmöglichkeiten für 7450 Personen.

Der "Rückstau" der Menschen auf den Inseln hänge auch damit zusammen, dass Ankara im Rahmen des Vorgehens gegen die Putschisten alle türkischen Beobachter von den Inseln abgezogen hat und noch keine Ersatzleute geschickt hat. Dies sagte der Deutschen Presse-Agentur ein Offizier der Küstenwache. Diese türkischen Regierungsvertreter entscheiden, wann und wie viele Migranten in die Türkei zurückgeschickt werden./tt/DP/he

(AWP)