Griechenland-Einigung laut IWF noch nicht in Sicht

Der IWF hat Hoffnungen auf eine rasche Einigung zwischen Griechenland und seinen Geldgebern im Streit um Reformen und Schulden gedämpft. "Die Diskussionen laufen in Brüssel weiter", sagte IWF-Chefsprecher Gerry Rice am Donnerstag in Washington.
23.03.2017 18:14

Es gebe zwar Fortschritte. Es bleibe aber noch einiges zu tun, um die Meinungsverschiedenheiten vor allem in den Kernbereichen Arbeitsmarkt- und Rentenreformen aufzulösen.

Die Tatsache, dass man noch um das Ergebnis der zweiten Reformprüfrunde im Rahmen der laufenden Hilfsprogramms von bis zu 86 Milliarden Euro ringe, bedeute auch, dass die Entscheidung des IWF über eine Beteiligung an dem Programm noch nicht gefällt werden könne, sagte Rice.

"Wir sind noch nicht so weit." Er wies aber darauf hin, dass sowohl Griechenlands Euro-Partner, als auch die griechische Regierung deutlich gemacht hätten, dass sie sich eine Beteiligung des IWF wünschten.

Der IWF-Sprecher forderte die griechische Regierung auf, sich klar zu dem vereinbarten Hilfsprogramm mit seinen Reformauflagen zu bekennen. Ein solches klares Bekenntnis sei essenziell, um ein solches Programm zum Erfolg zu führen.

Ein erfolgreicher Abschluss der zweiten Prüfrunde zu den Reformfortschritten Griechenlands ist die Voraussetzung für die Freigabe weiterer Milliardenzahlungen aus dem Hilfsprogramm.

(AWP)