Griechenland - Keine Sparmassnahmen ohne Reduzierung des Schuldenbergs

Die griechische Regierung will weitere Sparmassnahmen nur dann umsetzen, wenn seine Gläubiger die versprochenen Massnahmen zur Verringerung des Schuldenbergs einhalten.
09.05.2017 13:56
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras.
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras.
Bild: Bloomberg

Das sagte Ministerpräsident Alexis Tsipras am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Athen. "Wenn wir keine Einigung zum Thema der Schulden haben, (...) dann werden wir keine (Spar-)Massnahmen treffen", betonte Tsipras. "Der Ball liegt jetzt im Spielfeld der Gläubiger."

Tsipras zeigte sich jedoch optimistisch. Es fänden bereits Beratungen zwischen den Gläubigern statt, wie der Schuldenberg reduziert werden könne. "Wir sind so nahe wie noch nie zuvor an eine substanziellen Regelung der Schulden", so der Regierungschef.

Das griechische Parlament soll am 18. Mai ein hartes Sparprogramm mit Rentenkürzungen und der Reduzierung des jährlichen Steuerfreibetrages billigen. Insgesamt geht es um ein weiteres Sparpaket in Höhe von 3,8 Milliarden Euro.

Tsipras und der Internationale Währungsfonds (IWF) sind sich in der Schulden-Frage im Grundsatz einig. Der IWF betont seit Monaten, dass die griechische Schuldenlast - zurzeit knapp 180 Prozent des Bruttoinlandproduktes - nicht tragbar sei und reduziert werden müsse.

(AWP)