Griechenland sträubt sich gegen IWF-Reformforderungen

Athen (awp/sda/reu) - Zwischen Griechenland und seinen Geldgebern droht neuer Streit. Arbeitsminister George Katrougalos sagte Reuters am Mittwoch, die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderten Arbeitsmarktreformen könnten so nicht umgesetzt werden.
14.09.2016 13:39

Sie seien ein Eingriff in die Tariffreiheit der Sozialpartner, die es zu bewahren gelte, sagte er. Katrougalos äusserte sich kurz vor Gesprächen mit Vertretern der Geldgeber in Athen. Der IWF hat die Forderung zur Bedingung für seine Beteiligung am dritten Hilfsprogramm gemacht. IWF und EU dringen darauf, dass der als verkrustet geltende Arbeitsmarkt aufgebrochen wird, da er ihnen als Wettbewerbshindernis für das schuldengeplagte Land gilt.

Die Euro-Finanzminister haben sich Ende Mai grundsätzlich auf die Auszahlung der Gelder aus dem jüngsten, 86 Milliarden Euro schweren Hilfspaket für Griechenland geeinigt. Mitte Juni wurde die Überweisung einer Tranche in Höhe von 7,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Die zweite Tranche von 2,8 Milliarden Euro soll im Herbst fliessen, wenn Athen weitere Reformen umgesetzt hat.

(AWP)