Griechischer Regierungschef Tsipras schliesst vorgezogene Wahlen aus

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat am Mittwoch trotz vieler für seine Partei negativer Umfragen vorgezogene Wahlen ausgeschlossen. "Die Regierung denkt für einen Ausweg aus der Krise nicht an Wahlen", sagte er der linken Athener Zeitung "Efimerifa ton Syntakton" am Mittwoch, dem zweiten Jahrestag seines Wahlsieges am 25. Januar 2015. Alle in den vergangenen Monaten veröffentlichten Umfragen zeigen einen deutlichen Vorsprung der konservativen Nea Dimokratia (ND) zwischen neun und 16 Prozentpunkten vor Tipras' Partei Syriza.
25.01.2017 11:32

Einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone schloss Tsipras aus. Griechenlands Wirtschaft würde dann zusammenbrechen. Er warf Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor, eine Art Kern-Europa aus finanziell starken Staaten zu planen. Dagegen wehren sich aber mittlerweile zahlreiche Staaten vor allem in Südeuropa, wie es hiess.

Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. 2015 hatte die Regierung Tsipras nach mehrmonatigen Verhandlungen ein drittes Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro akzeptiert. Dafür muss Tsipras umfangreiche Reformen und neue Sparmassnahmen bis 2018 umsetzen./tt/DP/tos

(AWP)