Grossbanken büssen mit mehr als 20 Milliarden Franken für Verfehlungen

Krumme Geschäfte und andere Verfehlungen kosten die Grossbanken in Europa und den USA auch in diesem Jahr Milliarden.
23.12.2016 12:40
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt.
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt.
Bild: cash

Die 6,9 Milliarden Euro schwere Grundsatz-Einigung der Deutschen Bank mit dem US-Justizministerium treibt die Strafzahlungen der zehn größten Geldhäuser dies- und jenseits des Atlantik seit Jahresbeginn auf 20,9 Milliarden Euro, wie die Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) am Freitag errechnet hat.

Das ist mehr als die 18,4 Milliarden Euro des vergangenen Jahres. Einschließlich der Credit Suisse, die sich für umgerechnet 5,2 Milliarden Euro vergleicht, aber nicht zu den Top-10 in Europa gehört, sind es sogar 26,1 Milliarden Euro.

Den Rekord an Strafzahlungen von Banken hält das Jahr 2014 mit 47,2 Milliarden Euro. Damals hatten die US-Behörden vor allem amerikanische Investmentbanken für ihre Geschäfte auf dem US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise abgestraft.

Nun sind die europäischen Institute an der Reihe. Die Deutsche Bank führt die Sünderliste mit ihrem Vergleich an, doch auch die größten Institute in den USA mussten 2016 fast ein Drittel mehr zahlen als 2015. Goldman Sachs folgt mit 4,7 Milliarden Euro auf Platz drei der Büßer-Rangliste. UBS und RBS verhandeln noch mit den US-Behörden. Die britische Barclays will sich nicht vergleichen und lässt es auf eine Klage des US-Justizministeriums ankommen. 

(Reuters)