Grossbanken - Credit Suisse: Rückstellungen steigen erneut

Bei der Credit Suisse haben sich die Rückstellungen für Rechtsrisiken im ersten Quartal 2017 netto erneut erhöht.
04.05.2017 07:50
Sitz der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich.
Sitz der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich.
Bild: cash

Der Anstieg beläuft sich auf 143 Mio CHF, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht zu entnehmen ist. Im vierten Quartal 216 fiel allerdings allein wegen der Einigung im US-Hypothekenstreit (RMBS) mit dem Department of Justice eine zusätzliche Rückstellung von rund 2 Mrd USD an - also deutlich mehr.

Die Gruppe sei an einer Reihe von juristischen, regulatorischen sowie Schiedsverfahren beteiligt mit Bezug auf ihre Geschäftstätigkeit. Die Rückstellungen für Rechtsrisiken hatte Ende Dezember 2016 laut Jahresbericht 3,84 Mrd CHF erreicht. Und die Bandbreite möglicher Verluste, die nicht von Rückstellungen abgedeckt sein könnten, belaufe sich derzeit auf 0 bis 1,2 Mrd CHF, heisst es im Geschäftsbericht zum ersten Quartal.

Mit Blick auf die Ende März durchgeführten Razzien wegen des Verdachts auf Steuerbetrug in verschiedenen Büros der Bank heisst es zudem: Behörden würden Informationen sammeln bezüglich Dienstleistungen im grenzüberschreitenden Private Banking, und die CS führe ebenfalls eine Überprüfung durch und kooperiere mit den Behörden.

(AWP)