Grosser Zuspruch für Anliegen der Konzernverantwortungsinitiative

Bern (awp/sda) - Das Anliegen der Konzernverantwortungsinitiative wird laut einer Umfrage von einer grossen Mehrheit der Schweizer Bevölkerung geteilt: 89% der Befragten sind der Ansicht, Schweizer Konzerne sollten verpflichtet werden, die Menschenrechte und die Umwelt auch im Ausland zu respektieren.
18.07.2016 11:43

Besonders starke Unterstützung geniesst das Anliegen in der Westschweiz. Das zeigt eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Demoscope im Auftrag der Initianten bei rund 1000 Personen durchgeführt hat.

Auch bei den Zulieferern möchte eine Mehrheit der Befragten ansetzen. 92% gaben an, Schweizer Konzerne sollten verpflichtet werden, zu überprüfen, ob ihre Tochterfirmen und ihre Zulieferer die Menschenrechte einhalten und Sorge zur Umwelt tragen.

Bei beiden Fragen war der Ja-Anteil bei den Frauen und bei den 15- bis 34-Jährigen besonders hoch. Für die Umfrage, über die am Montag der "Blick" berichtete und deren Ergebnisse der Nachrichtenagentur sda vorliegen, wurden zwischen dem 27. Juni und 2. Juli Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt.

Nicht gefragt wurden die Teilnehmer der Umfrage, ob sie die Konzernverantwortungsinitiative befürworten. Diese will globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellen, wenn es um die Durchsetzung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht. Verstösst ein Unternehmen dagegen, soll es künftig haften.

Auch für Verfehlungen von Tochterfirmen sollen Schweizer Konzerne haften, nicht jedoch für Zulieferer. Die Initianten haben nach eigenen Angaben bereits über 140'000 Unterschriften gesammelt. Einreichen wollen sie diese im Oktober. Hinter der Initiative stehen 77 Menschenrechtsorganisationen und Hilfswerke.

cp/

(AWP)