Handelskonflikt - China besteht auf Rücknahme von Zöllen

China macht einem Medienbericht zufolge die Beilegung des Handelsstreits mit den USA von der Rücknahme von Zöllen abhängig.
01.12.2019 20:02
Sicherheitsmann am "Tor des Himmlischen Friedens" in Peking, China.
Sicherheitsmann am "Tor des Himmlischen Friedens" in Peking, China.
Bild: cash

"Quellen, die Einsicht in die Verhandlungen haben, sagten der 'Global Times' am Samstag, dass die USA existierende Zölle aufheben muss, nicht geplante", berichtete das Blatt am Sonntag. Die "Global Times" erscheint unter der Schirmherrschaft der "Renmin Ribao", dem Organ der Kommunistischen Partei Chinas.

In dem Bericht wird ein weiterer Informant zitiert, nach dem die USA bislang einen Verzicht auf Zölle ablehnen, weil dies ihre einzige Waffe in dem Handelskonflikt sei. Die USA würden sich "ergeben", wenn sie dies machen würden.

Vergangenen Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die Arbeiten an einem Vertrag zur Entschärfung des seit 16 Monaten andauernden Handelsstreits seien in den letzten Zügen. Einige Tage zuvor hatte Chinas Präsident Xi Jinping seine Wunsch nach einem Ende des Konflikts geäußert. Allerdings hatten Handelsexperten in den USA und Kreise des Präsidialamtes in Washington vergangenen Monat gegenüber Reuters die Erwartung geäußert, ein Abkommen werde es nicht vor Beginn des neuen Jahres geben.

Der Vorsitzende des Finanzausschusses im US-Senat, Chuck Grasley, hatte am Dienstag erklärt, der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin seien zu persönlichen Gesprächen nach Peking eingeladen worden. Nach Angaben Grasleys seien beide Politiker zu der Reise bereit, falls es eine "reale Chance" auf den Abschluss eines Vertrages gebe.

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt überziehen sich seit über einem Jahr gegenseitig mit milliardenschweren Sonderzöllen. Der Streit bremst das Wachstum der Weltwirtschaft und trifft vor allem exportstarke Nationen. In den vergangenen Tagen hatte sich wieder mehr Ungewissheit breitgemacht, ob es zum Abschluss einer ersten Vereinbarung kommt.

(Reuters)