Handelsstreit: China erneuert Warnung an Washington

Einen Tag vor der möglichen Bekanntgabe neuer Strafzölle durch das Weisse Haus hat China eine Warnung gegen die USA erneuert. Etwaige Wirtschafts- und Handelsabkommen, über die beide Regierungen verhandelt haben, würden nicht zustande kommen, wenn die USA Strafzölle verhängten, sagte Geng Shuang, Sprecher des Pekinger Aussenministeriums, am Donnerstag.
14.06.2018 13:17

Obwohl beide Regierungen zunächst vielversprechende Gespräche geführt hatten, kündigte das Weisse Haus Ende Mai überraschend an, am 15. Juni (Freitag) doch eine Liste mit chinesischen Waren im Umfang von 50 Milliarden US-Dollar (43 Milliarden Euro) vorzulegen, auf die Zölle von 25 Prozent erhoben werden sollen. China hatte diesen Schritt scharf kritisiert: Man habe "keine Angst davor, einen Handelskrieg zu führen", hiess es.

US-Präsident Donald Trump kritisiert seit langem das Handelsdefizit der USA mit China und will es deutlich reduzieren. Allein im vergangenen Jahr exportierte die Volksrepublik für 375 Milliarden Dollar (303,3 Milliarden Euro) mehr Waren in die USA, als es von dort einführte. Zudem will Trump Pekings staatlicher Unterstützung für eigene Technologie-Firmen und dem angeblichen Diebstahl geistigen Eigentums einen Riegel vorschieben./jpt/DP/stw

(AWP)