Handelsstreit USA-China - «Sehr konstruktive Diskussionen» - Handelsstreit-Einigung könnte bald stehen

Die USA haben sich mit Blick auf den Handelsstreit mit China optimistisch gezeigt.
15.11.2019 06:49
Chinas Präsident Xi Jinping, links, und US-Präsident Donald Trump während einer Willkommenszeremonie in Peking am 9. November 2017.
Chinas Präsident Xi Jinping, links, und US-Präsident Donald Trump während einer Willkommenszeremonie in Peking am 9. November 2017.
Bild: Bloomberg

Larry Kudlow, Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, sagte am Donnerstag, eine Vereinbarung rücke näher. Es gebe "sehr konstruktive Diskussionen" mit Peking. Beide Seiten seien in engem telefonischen Kontakt und ein Abkommen könne schon bald geschlossen werden. "Die Stimmung ist ziemlich gut."

Trump hatte am Dienstag zum wiederholten Mal Hoffnungen auf eine baldige Einigung geschürt. Allerdings werde er einem Vertrag nur zustimmen, wenn er gut für die USA sei, hatte er bekräftigt. Gebe es keine Einigung, werde er US-Zölle auf China-Importe deutlich erhöhen. Das "Wall Street Journal" hatte indes am Mittwoch berichtet, die Gespräche seien ins Stocken geraten. Streitpunkt sei eine Vereinbarung zum Kauf von Agrar-Produkten. Die Volksrepublik lehne eine Übereinkunft ab, die aus ihrer Sicht einseitig zum Vorteil der USA wäre.

Die beiden weltgrössten Volkswirtschaften überziehen sich seit über einem Jahr mit milliardenschweren Sonderzöllen. Der Streit bremst das Wachstum der Weltwirtschaft. Trump stört sich unter anderem am hohen Defizit seines Landes im Handel mit China. Er wirft Peking zudem unfaire Handelspraktiken und Beschränkungen für ausländische Unternehmen sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Zuletzt hatte es vermehrt Signale der Annäherung gegeben. Aus US-Regierungskreisen hatte es geheissen, im Dezember könnte es ein Treffen zwischen Trump und Chinas Präsident Xi Jinping zur Unterzeichnung eines ersten Handelsvertrags geben. In dieser sogenannten Phase 1 sollen US-Angaben zufolge unter anderem die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen geklärt werden.

(Reuters)