Hotels in Frankreich verbuchen Einbussen nach Anschlägen

Nach den Anschlägen in Frankreich haben die Hotels des Landes im Juli weiter Einbussen hinnehmen müssen.
07.08.2016 15:44
Der Strand von Deauville an der französischen Ärmelkanalküste.
Der Strand von Deauville an der französischen Ärmelkanalküste.
Bild: cash

Vor allem die als besonders ausgabefreudig geltenden Besucher aus den USA, Asien und den Golf-Staaten liessen sich durch die Attentate abschrecken, sagte der für Tourismus zuständige Minister Matthias Fekl in einem Interview der Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche". Dagegen würden Urlauber aus anderen europäischen Länder weiterhin nach Frankreich fahren.

Das seien rund 80 Prozent aller Besucher. Unter dem Strich sei die Zahl der in französischen Herbergen verbrachten Nächte ausländischer Touristen im Juli um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das entspreche den Einbussen im ersten Halbjahr.

Touristen mieden vor allem die französische Hauptstadt und die Region um Paris, sagte Fekl. Dagegen hätten andere Gegenden sogar leicht zugelegt. Die Tourismusindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Frankreich. Nach den Anschlägen von Islamisten in Paris mit 130 Toten im November hatte im Juli in Nizza ein Tunesier 85 Menschen an der Strandpromenade mit einem Laster überfahren. Zudem töteten Islamisten einen Priester in der Normandie.

(Reuters)