Hypo-Referenzzinssatz bei Mietverhältnissen sinkt auf 1,50%

Der hypothekarische Referenzzinssatz in der Schweiz ist gesunken und notiert neu auf 1,50%. Dieser Satz gilt ab dem morgigen 2. Juni 2017 für die Mietzinsgestaltung in der ganzen Schweiz. Der zuletzt Anfang März publizierte Satz lag bei 1,75%.
01.06.2017 08:24

Aus dieser Abnahme ergibt sich für die Mieterinnen und Mieter im Grundsatz ein Senkungsanspruch im Umfang von 2,91%, teilt das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Donnerstag mit. Allerdings können weitere Senkungs- und Erhöhungsansprüche geltend gemacht werden, die sich auf vorher entstandene Änderungen des Referenzzinssatzes sowie auf weitere eingetretene Kostenänderungen (Teuerung im Umfang von 40%, Veränderung der Kosten des Liegenschaftsunterhalts) stützen, wie es weiter heisst.

Der Referenzzinssatz stützt sich auf den vierteljährlich erhobenen volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen und wird in Viertelprozenten publiziert. Der Durchschnittszinssatz, der mit Stichtag 31. März 2017 ermittelt wurde, ist gegenüber dem Vorquartal von 1,64% auf 1,61% gesunken. Der mietrechtlich massgebende Referenzzinssatz beträgt somit kaufmännisch gerundet 1,50%. Auf diesem bleibe er, bis der Durchschnittszinssatz 1,38% unter- oder 1,62% überschreitet, wie es heisst. Die nächste Publikation des Satzes ist für den 1. September 2017 vorgesehen.

Für die Mietzinsgestaltung wird in der ganzen Schweiz seit 10. September 2008 auf einen einheitlichen hypothekarischen Referenzzinssatz abgestellt.

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(AWP)