Iberia und Air France streichen Flüge nach Venezuela

Wegen der angespannten Lage in Venezuela haben die Fluggesellschaften Iberia und Air France Flüge in das südamerikanische Land gestrichen. Iberia teilte mit, dass ein am Sonntag von Madrid nach Caracas geplanter Flug aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt und man frühestens am 2. August wieder Caracas anfliegen werde. Air France strich von Sonntag bis Dienstag geplante Flüge.
29.07.2017 19:13

Inzwischen ist die venezolanische Hauptstadt kaum noch zu erreichen. Zehn Fluggesellschaften, darunter Lufthansa und Alitalia, haben den Flugverkehr sogar dauerhaft eingestellt, unter anderem wegen Sicherheitssorgen am internationalen Flughafen Simón Bolívar und wegen Aussenständen in Millionenhöhe bei Ticketverkäufen in dem Land. Die Swiss hatte Caracas gar nicht in ihrem Angebot.

Der Flughafen in Caracas wird immer mehr zum Geisterflughafen. Grund für die kurzfristigen Flugabsagen von Iberia und Air France ist die Wahl von 545 Mitgliedern einer verfassunggebenden Versammlung. Ein Bündnis aus rund 20 Oppositionsparteien hat zum Boykott der Wahl am Sonntag aufgerufen, es werden Ausschreitungen befürchtet.

Die Opposition wirft dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro vor, das Land mit den grössten Ölreserven zur Diktatur umbauen zu wollen. Die USA haben Familien von Diplomaten zur Ausreise aufgerufen.

(AWP)