Icahn nimmt als Trump-Berater Banken- und Umweltrecht ins Visier

Der Grossinvestor Carl Icahn will in seiner Rolle als Berater des künftigen US-Präsidenten Donald Trump vor allem auf eine Reform des Banken- und Umweltrechts dringen.
23.12.2016 06:24
Der Investor und Milliardär Carl Icahn.
Der Investor und Milliardär Carl Icahn.
Bild: Bloomberg

Die Regulierung gerade in diesen Bereichen bremse die US-Wirtschaft aus, sagte Icahn am Donnerstag in einem Interview des Fernsehsenders CNBC. Die Kontrolle sei übertrieben, hindere Unternehmen an Investitionen und sorge dafür, dass sich die Konzerne wie "im Krieg" mit der Washingtoner Regierung fühlten. Er sei ganz und gar nicht gegen Regulierung. "In der Tat glaube ich irgendwie, dass man eine Rechtsstaatlichkeit braucht", betonte Icahn. "Aber in manchen Bereichen ist sie wortwörtlich absurd geworden."

Neben der Finanzbranche nimmt der milliardenschwere Unternehmer mit Beteiligungen in verschiedensten Wirtschaftszweigen vor allem ein bestimmtes Umweltrecht ins Visier. Dabei geht es um Öko-Auflagen für eine spezielle Art von Ölkonzernen. Icahn selbst ist an einem solchen Unternehmen, CVR Energy, maßgeblich beteiligt.

CVR-Aktien schossen am Donnerstag zwölf Prozent in die Höhe, als Trump den 80-Jährigen zu seinem Regulierungsberater kürte. In dem Interview sagte der vielen für sein aggressives Geschäftsgebaren bekannte Icahn, er verstehe die Aufregung um angebliche Interessenskonflikte durch seine Beratertätigkeit nicht. "Im Wesentlichen werde ich weiter mit Donald reden, wie ich es vorher auch schon getan habe."

(Reuters)