Im Fürstentum Liechtenstein sinken die Krankenkassenprämien 2017

Vaduz FL (awp/sda) - Im Gegensatz zur Schweiz sinken die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung im nächsten Jahr im Fürstentum Liechtenstein. Dort müssen Versicherte 7,2% weniger monatlich zahlen.
26.09.2016 13:04

338 CHF pro Monat oder 26 CHF weniger müssen Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner 2017 monatlich für die Krankenversicherung mit Unfalldeckung zahlen. Der Grund für die Senkung liegt in der höheren Kostenbeteiligung der Versicherten.

Bei der letzten Revision des Krankenversicherungsgesetzes wurde die Minimalfranchise von 200 auf 500 CHF angehoben, und für die Erwachsenen (ohne Rentner) wurde der Selbstbehalt auf 20% verdoppelt. Die maximale Kostenbeteiligung für Erwachsene stieg dadurch von 800 auf 1400 CHF.

ARBEITGEBER ZAHLEN DIE HÄLFTE

Die zu erwartenden höheren Erträge aus den Kostenbeteiligungen bewirkten nun die tieferen Prämien, teilte die Regierung in Vaduz am Montag mit. Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner müssen nicht nur wegen der Prämiensenkung weniger tief für die Gesundheitskosten in die Tasche greifen als Schweizerinnen und Schweizer.

Im Fürstentum bezahlen die Arbeitgeber die Hälfte der Monatsprämien. Und Kinder sind im Fürstentum vollständig von der Krankenkassenprämie befreit. Ausserdem sind für Kinder und Jugendliche keine Kostenbeteiligung zu bezahlen.

Die Liechtensteiner Regierung betont, die Prämiensenkung auf den 1. Januar nächsten Jahres sei ein Einmaleffekt, der nicht über das weiterhin bestehende Mengenwachstum hinwegtäuschen dürfe. Tatsächlich sind die Krankenversicherungskosten pro Kopf in Liechtenstein höher als jene in der Schweiz. 2015 beliefen sie sich auf 4337 CHF im Fürstentum und auf 3640 in der Schweiz.

cp/

(AWP)