Internationale Politik - Pompeo drängt Taliban und afghanische Regierung zu Friedensschluss

Zum Auftakt der Afghanistan-Gespräche hat US-Aussenminister Mike Pompeo die Kabuler Regierung und die radikal-islamischen Taliban nachdrücklich zum Abschluss eines Friedensvertrags aufgefordert.
12.09.2020 11:15
Mike Pompeo, Ex-CIA-Chef, wird neuer US-Aussenminister.
Mike Pompeo, Ex-CIA-Chef, wird neuer US-Aussenminister.
Bild: Bloomberg

"Ich kann nicht entschlossen genug darauf dringen, diese Gelegenheit zu nutzen", sagte Pompeo am Samstag in Katars Hauptstadt Doha. Die von den USA vermittelten Verhandlungen sollen den seit 19 Jahren andauernden Krieg in Afghanistan beenden. Die Gespräche waren im Februar in einem Pakt zwischen den Taliban und den USA vereinbart worden. Mit einem Friedensschluss könnte der Weg geebnet werden für einen endgültigen Rückzug der USA aus dem Bürgerkriegsland.

Entsprechende Fortschritte wären ein wichtiger aussenpolitischer Erfolg für US-Präsident Donald Trump vor der Präsidentenwahl am 3. November. Pompeos Abreise nach Doha am Freitag erfolgte auf den Tag genau 19 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September, die zu dem militärischen Engagement der USA in Afghanistan führten. In Doha erklärte Pompeo weiter, die Wahl des politischen Systems für das Land liege natürlich bei den Afghanen. Aber er hoffe, dass eine Lösung gefunden werde, die die Rechte aller Afghanen schütze und auch Frauen eine Teilnahme am öffentlichen Leben ermögliche.

(Reuters)