Internetsicherheit - Zahlreiche Techfirmen lehnen staatliche Cyberangriffe ab

Mehr als 30 Technologiekonzerne wie Microsoft, Facebook oder SAP haben sich verpflichtet, Regierungen nicht bei Cyberangriffen zu helfen.
22.04.2018 08:14
Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Bild: Bloomberg

Ziel der Unternehmen ist es nach Angaben von vergangener Woche, unabhängig von politischen oder kriminellen Motiven alle Kunden zu schützen. Das Internet sei zu einem neuen Schlachtfeld geworden, beklagte Microsoft-Manager Brad Smith auf einer Konferenz für Cybersicherheit in San Francisco. Die verheerenden Attacken im vergangenen Jahr hätten gezeigt, dass die Branche zusammenarbeiten müsse. Unklar war zunächst, ob Firmen ihre Regeln als Konsequenz aus der Vereinbarung ändern.

Im vergangenen Jahr hatte es so viele grossangelegte Cyberattacken wie nie zuvor gegeben. Darunter waren die Schadprogramme WannaCry und NotPetya. Unter den 34 kooperierenden Firmen sind keine aus Russland, China, dem Iran oder Nordkorea. Diese Staaten werden von Experten bei Cyberangriffen als besonders aggressiv eingeschätzt. Auch wichtige US-Unternehmen wie Amazon, Apple, die Google-Mutter Alphabet oder Twitter beteiligen sich nicht an der Initiative.

(Reuters)