Investmentbanker wird Perus neuer Präsident

Bei der Präsidentenwahl in Peru deutet sich zunehmend ein Sieg des Investmentbankers Pedro Pablo Kuczynski an.
10.06.2016 07:07
Pedro Pablo Kuczynski arbeitete früher als Banker, jetzt dürfte er peruanischer Präsident werden.
Pedro Pablo Kuczynski arbeitete früher als Banker, jetzt dürfte er peruanischer Präsident werden.
Bild: iNg

Wie die Wahlbehörde Onpe am Donnerstag mitteilte, lag er nach der Auszählung aller regulären Wahlzettel mit 50,12 Prozent vor der Tochter des inhaftierten Ex-Präsidenten Alberto Fujimori, Keiko Fujimori, mit 49,88 Prozent. In absoluten Zahlen betrage der Unterschied damit 41.964 Stimmen. Allerdings müssten noch 0,2 Prozent der Wahlzettel durch spezielle Gremien überprüft werden. Rechnerisch könnte damit zwar noch Fujimori gewinnen. Dazu müssten jedoch fast alle noch ausstehenden Stimmen für sie abgegeben worden sein.

Der scheidende peruanische Präsident Ollanta Humala sowie Kolumbien, Chile und Argentinien gratulierten am Donnerstag Kuczynski bereits. Er erklärte dagegen, er werde sich erst nach der vollständigen Auszählung zum Sieger erklären.

Auch Fujimori gestand zunächst nicht eine Niederlage ein. Beide Kandidaten eint das Bekenntnis zur freien Marktwirtschaft des mineralstoffreichen Andenstaates. Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl am 10. April waren linke Kandidaten ohne Chance.

(Reuters)