IPO: Irland hofft bei Börsengang von Ex-Krisenbank AIB auf 3,8 Milliarden Euro

Der irische Staat will durch den Börsengang der einstigen Krisenbank AIB einen Teil der Steuergelder zurückbekommen, die in die Rettung des Instituts geflossen waren. Das Finanzministerium erhofft sich Einnahmen von zunächst bis zu 3,8 Milliarden Euro, wie es am Montagabend in Dublin mitteilte. Die Rückkehr der Bank aufs Börsenparkett ist um den 23. Juni herum geplant.
13.06.2017 08:35

Die Allied Irish Banks (AIB) stand im Zentrum der Bankenkrise Irlands. Sie war eines von mehreren Geldhäusern, die im Nachgang der Finanz- und Wirtschaftskrise ab dem Jahr 2008 verstaatlicht worden waren. Der irische Staat pumpte insgesamt 21 Milliarden Euro in die AIB. Zum Börsengang wird das gesamte Geldhaus mit 10,6 bis 13,3 Milliarden Euro bewertet - je nachdem, welchen Preis Investoren bereit sind zu zahlen.

Eine einzelne Aktie soll zwischen 3,90 und 4,90 Euro kosten. Der Staat will im ersten Schritt ein Viertel der Anteile auf den Markt bringen plus die sogenannte Mehrzuteilungsoption, die nur dann im Markt verbleibt, wenn der Börsengang erfolgreich verläuft. Im schlechtesten Falle rechnet das Finanzministerium mit Einnahmen von 2,6 Milliarden Euro.

Die irische Regierung hatte Ende Mai angekündigt, die AIB wieder an die Börse zu bringen. Die Anteilsscheine sollen in Dublin und London gehandelt werden. Ziel sei es, letztlich alles Geld zurückzubekommen, das der Staat in die AIB gesteckt habe, erklärte Irlands Finanzminister Michael Noonan. Unter anderem über Dividenden ist bereits Geld an den Staat zurückgeflossen./das/stw/fbr

(AWP)