Iran will wirtschaftlich eng mit Deutschland kooperieren

Der Iran wirbt für eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland.
16.06.2016 07:15
Moschee in der für ihre Bauwerke berühmten iranischen Stadt Isfahan.
Moschee in der für ihre Bauwerke berühmten iranischen Stadt Isfahan.
Bild: Pixabay

"Die Präsenz deutscher Unternehmen, Kredit- und Finanzinstitute im Iran und die ökonomische Kooperation wird beiden Ländern zugute kommen", sagte Aussenminister Mohammad Dschawad Sarif am Mittwochabend in Berlin am Rande eines Treffens mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier.

Die Zusammenarbeit werde einen Beitrag leisten für Frieden und Stabilität in der Region. "Kein Land wird dabei zu Schaden kommen, der Iran wird ein fortschrittliches Land sein und ein sehr guter Partner für Deutschland."

Zuvor hatte Sarif den USA vorgeworfen, zu wenig zu tun, um Banken zu Geschäften mit dem Iran zu ermuntern. "Auf dem Papier haben die Vereinigten Staaten alle Sanktionen aufgehoben", sagte er. Die Regierung in Washington könne aber noch mehr tun, um auch die psychologischen Überbleibsel des jahrzehntelangen Sanktionsregimes zu beseitigen.

Die USA und viele andere Staaten hatten im Gegenzug für Zugeständnisse des Iran im Streit über dessen Atomabkommen etliche Strafmassnahmen aufgehoben. Viele grosse Banken sind aber weiter zurückhaltend, weil sie fürchten, im Falle einer Zusammenarbeit mit dem Iran die verbleibenden Sanktionen zu brechen.

(Reuters)