Italien kann mit Gruppenanfragen gegen Steuersünder vorgehen

Bern (awp/sda) - Für italienische Steuersünder wird es immer ungemütlicher in der Schweiz. Wegen einer Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens kann die Schweiz neu auch Gruppenanfragen aus Italien stattgeben.
28.07.2016 15:45

Das entsprechende Änderungsprotokoll ist am 13. Juli in Kraft getreten, wie das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) am Donnerstag mitteilte. Die Vereinbarung war im Februar 2015 von der damaligen Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und von ihrem Amtskollegen Pier Carlo Padoan unterzeichnet worden.

Die neuen Bestimmungen sind rückwirkend für Sachverhalte ab Februar 2015 anwendbar. Das Doppelbesteuerungsabkommen erfülle nun den aktuellen internationalen Standard zum Informationsaustausch auf Anfrage, schreibt das SIF. Insgesamt hat die Schweiz gemäss SIF-Angaben 53 Doppelbesteuerungsabkommen nach internationalem Standard unterzeichnet, davon sind 47 in Kraft.

mk

(AWP)