Italienische Manager fordern Investitionshilfen von neuer Regierung

Italienische Unternehmer haben die neue Regierung aus sozialdemokratischer PD und populistischer 5 Sterne Bewegung zur Förderung von Investitionen aufgerufen. Zudem müssten die Staatsfinanzen in Ordnung gebracht werden.
07.09.2019 09:15

Dies erklärten führende Vertreter der Wirtschaft an Freitag bei ihrer traditionellen Versammlung Ambrosetti Forum am Comer See. "Die Regierung muss mehr auf inländische und ausländische Investitionen achten", sagte etwa Claudio Brandolino von der italienischen Niederlassung der französischen IT-Firma Atos. Italiens Investment-Ausgaben entsprächen rund zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dies sei ein Drittel weniger als noch vor einem Jahrzehnt.

Der finanzielle Spielraum der neuen Regierung ist eng, so dass Italien zu den am meisten verschuldeten Ländern der EU gehört und die EU-Kommission mit Konsequenzen bei Verstössen gegen die Defizitregeln angedroht hat. Zu den vordringlichen Aufgaben der Regierung in Rom gehört eine Verringerung der öffentlich Ausgaben oder aber das Erschliessen neuer Einnahmen, mit denen der Ausfall von 23 Milliarden Euro aus einer geplanten Umsatzsteuer-Erhöhung ersetzt werden soll. Die Steuererhöhung soll kommendes Jahr in Kraft treten. Aus Sicht der Wirtschaft müsse dies unbedingt vermieden werden, hiess es am Freitag an der Veranstaltung weiter.

(AWP)