Italienische Regierung revidiert Wachstumsprognosen nach unten

Mailand (awp/sda/apa) - Wegen der wirtschaftlichen Stagnation muss Italien seine Wachstumsprognose nach unten korrigieren. Die Regierung erwartet im kommenden Jahr nur noch ein Wachstum von 1,2 Prozent statt wie bis anhin 1,4 Prozent.
13.09.2016 13:58

"Die italienische Wirtschaft wächst zwar, allerdings nicht so wie wir es gern hätten. Die Wachstumsprognosen werden nach unten revidiert werden", sagte Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan am Dienstag in Mailand.

Premier Matteo Renzi bestätigte am Dienstag, dass Italiens Wirtschaft langsamer wachse, als die Regierung gehofft hatte. "2012 hatten wir ein Minus von 2,3 Prozent und 2013 von 1,9 Prozent. Jetzt wächst Italiens Wirtschaft wieder, aber das Wachstum liegt noch unter unseren Erwartungen. Daher müssen wir mehr tun und verstärkt auf Innovation und Forschung setzen", erklärte Renzi.

Die dunklen Wolken über der italienischen Wirtschaft wollen sich nicht verziehen. Neben der anhaltenden Wachstumsschwäche und der Bankenkrise ist Italien auch von einer hohen Staatsverschuldung belastet.

Italiens Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal um 0,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal blieb das Wirtschaftswachstum unverändert. Sollte es im Gesamtzeitraum 2016 zu keinem weiteren Wachstum kommen, würde Italiens BIP für das Jahr 2016 um 0,8 Prozent wachsen.

(AWP)