IWF senkt Wachstumsprognose für USA und zweifelt an Trumps Wachstumsziel

Der Internationale Währungsfonds (IWF) zeigt sich weniger zuversichtlich für die weltgrösste Volkswirtschaft USA. Zudem zweifelt der IWF am Wachstumsziel der neuen Regierung unter Präsident Donald Trump, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Länderbericht des Fonds hervorgeht. Für 2017 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent erwartet, nach bislang 2,3 Prozent. Im kommenden Jahr dürfte das Wachstum ebenfalls 2,1 betragen. Im April war der IWF noch von 2,5 Prozent ausgegangen.
27.06.2017 15:41

Wachstumsbremsen sind dem IWF zufolge unter anderem die alternde Bevölkerung der USA sowie das schwache Produktivitätswachstum. Das im Haushaltsentwurf des Weissen Hauses genannte Wachstumsziel von drei Prozent im Jahr 2020 zieht der IWF in Zweifel. Selbst im Falle einer perfekt abgestimmten Wachstumspolitik sei das Resultat vermutlich niedriger als im Budgetentwurf angenommen, und es werde länger dauern, um dieses zu erreichen, erklärt der IWF.

Weil am amerikanischen Arbeitsmarkt bereits faktisch Vollbeschäftigung herrsche, könne eine nachhaltige Wachstumssteigerung nur durch eine Erhöhung des Wachstumspotenzials erfolgen, urteilt der IWF. Die Trump-Administration strebt dagegen ein höheres Wachstum vorwiegend durch klassische Konjunkturpolitik an, in erster Linie staatliche Infrastrukturausgaben und Steuersenkungen./bgf/jsl/jha/

(AWP)