WEF-Ticker

Jack Ma und Sergey Brin - die Internet-Milliardäre herzen sich

Auch am Mittwoch berichtet cash über Auffälligkeiten am World Economic Forum in Davos.
18.01.2017 17:59
Von der cash-Redaktion, Davos
Das WEF-Logo an einer Glastür im verschneiten Davos.
Das WEF-Logo an einer Glastür im verschneiten Davos.
Bild: ZVG

17:00

In einem der Gänge des Kongresshauses kommt es zu einem zufälligen Aufeinandertreffen zwischen Jack Ma, Gründer und CEO von Alibaba, und Sergey Brin, zusammen mit Larry Page Gründer von Google. Sie beiden Internet-Milliardäre kennen sich offenbar gut, halten einen kurzen Schwatz und klopfen sich auf die Schulter. Und Trendscouts, aufgepasst: Brin trägt Jeans im Schlaghosen-Stil. Wahrscheinlich das Revival der Mode von morgen.

15:40

Normal in Davos während des WEF: Der Verkehr kommt zum Stillstand. Abnormal daran: In den meisten Limousinen sitzen meistens nur ein oder zwei Leute. Sharing economy?

15:00

Eigentlich wird an den WEF-Podien viel über Umweltschutz und Nachhaltigkeit gesprochen. Es gibt aber eine Initiative, die das Thema mittels des Themas Lebensmittelverschwendung oder Food Waste konkret umsetzt: Eine offene Küche direkt vis-à-vis des Kongresszentrums bietet gratis Essen an, das aus nicht mehr gebrauchten Lebensmitteln aus Restaurants, Hotels und von Grossverteilen gemacht wird. Allerdings nicht aus den Davoser Hotels - die Lebensmittel stammen aus Zürich. 50 Kilogramm Fleisch und 600 Kilogramm Gemüse wurden verarbeitet.

Gern würden die Veranstalter - zu ihnen gehört der britische Fernsehkoch Jamie Oliver - das Thema weiterspinnen und Lebensmittel aus den Davoser Gastronomiebetrieben verwenden. Angesichts der Unmengen Essen, die für die tausenden WEF-Teilnehmer nach Davos gebracht werden, wäre dies ein wichtiger Schritt. Dieses Jahr geht dies aber noch nicht, wie die Veranstalter sagen.

Die Gastronomie ist freilich nicht der grösse Food-Waste-Sünder: Restaurants und Hotels stehen für  etwa 5 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel. In der Verabeitung fallen 30 Prozent an. Die schlimmsten Verschwender sind die Haushalte: Was daheim an Essen im Abfall landet, entspricht 45 Prozent von allem Food Waste.

 

 

Der Andrang an der Küche ist gross. Und cash hat probiert: Das nepalesische Curry schmeckte hervorragend!

12:15

Der scheidende US-Vizepräsident Joe Biden hat in seiner letzten Rede am WEF in Davos Russland schwere Vorwürfe gemacht. "Unter Präsident Putin ist Russland jedes Mittel recht, um das europäische Projekt nach und nach zurechtzustutzen, die Toleranzschwelle der westlichen Länder zu testen und zu einer von Einflusssphären geprägten Politik zurückzukehren." Russland wird nach Einschätzung von Biden auch versuchen, auf die anstehenden Wahlen in Europa Einfluss zu nehmen. "Wir müssen mit weiteren Versuchen Russlands rechnen, sich in den demokratischen Prozess einzumischen", sagte Biden.

12:00

Im Unterland wird mans kaum glauben können, aber in Davos siehts wettermässig heute tatsächlich so aus: 

 

11:15

Auch die Migros verdient am WEF schön mit. Ihr neues Einkaufszentrum mit grossem Restaurant liegt ein paar Schritte vom Nordeingang des Kongresszentrums an der Promenade. Also an ein einem Ort, wo täglich hunderte, wenn nicht tausende hungriger Bäuche vorbei gehen. Zugleich ist es derzeit auch die bestbewachte Migros der Schweiz.

9:45

Noch ein kurzer Blick zurück auf gestern abend. Schauspieler Matt Damon präsentierte seine Organisation Water.org, die sich für sauberes und gerecht verteiltes Trinkwasser einsetzt. Die Veranstaltung fand beim Bierbrauer Stella Artois statt, die Water.org unterstützt. An der Veranstaltung gab es - auf Anweisung der Organisatoren -, erraten: Ausschliesslich Wasser und Bier. 

8:00

Am Morgen richtet sich das Interesse am WEF auf den Auftritt von Joe Biden, scheidender US-Vizepräsident. Interessant dabei: Er las am WEF im letzten Jahr den Wirtschaftsbossen gründlich die Leviten. Die Eliten kümmerten sich nicht mehr um den Mittelstand, sondern nur noch um Gewinnmaximierung und eigene Vorteile.  Der Preis für die Ignoranz werde der Aufstieg von Rechtspopulisten sein, sagte Biden. Er hatte wohl eine dumpfe Vorahnung darauf, was sich dann in November ereignen sollte. Mal schauen, was der 74-Jährige bei seinem Abschied heute um 10:30 Uhr in Davos sagt.

7:30

So sieht es übrigens rund um das Fünfsternehotel Steigenberger Belvédère aus, wo viele Staatsprädienten und Top-CEO absteigen. Die Überwachungsanlagen erinnern an eine Grenzsicherung.