Japan kämpft weiter mit sinkenden Preisen

In Japan hält der Preisverfall trotz der ultralockeren Geldpolitik der Notenbank an. Die Konsumentenpreise der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt gingen im November den neunten Monat in Folge zurück.
27.12.2016 07:27
Japanische Waren verlieren laufend an Wert: Grossflächige Werbung im Tokioter Stadtteil Shibuya.
Japanische Waren verlieren laufend an Wert: Grossflächige Werbung im Tokioter Stadtteil Shibuya.
Bild: cash

Das geht aus Daten der Regierung vom Dienstag hervor. Das Minus in der Kernrate ohne die schwankungsanfälligen frischen Lebensmittel betrug 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Experten hatten mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet.

Die japanische Notenbank hat im Kampf gegen die Deflation ihre Geldschleusen weit geöffnet. Es gelang ihr aber nicht, die Teuerungsrate wieder in die Nähe ihres Ziels von zwei Prozent zu bringen. Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda hat unlängst bekräftigt, dass Japan noch weit entfernt ist, sein Inflationsziel zu erreichen. Das deutet darauf hin, dass die Notenbank ihre ultralockere Geldpolitik beibehalten dürfte.

Die Arbeitslosenquote stieg im November saisonbereinigt auf 3,1 Prozent. Im Vormonat betrug sie 3,0 Prozent.

(Reuters)