Japan klagt vor Treffen von Trump und Abe über Verwirrung

Neun Wochen vor der Amtsübernahme von US-Wahlsieger Donald Trump kämpft sein Team offenbar weiter mit Planungsproblemen.
17.11.2016 06:51
Shinzo Abe, Japans Regierungschef, soll heute Donald Trump treffen.
Shinzo Abe, Japans Regierungschef, soll heute Donald Trump treffen.
Bild: Bloomberg

Kurz vor einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe erklärten Vertreter des asiatischen Landes am Mittwoch, es sei unklar, wann genau und an welchem Ort in New York die Begegnung stattfinde. Demnach steht zudem nicht fest, wer genau eingeladen ist und teilweise auch, wen die japanische Seite bei Fragen kontaktieren kann. "Es hat eine Menge Verwirrung gegeben", verlautete aus Regierungskreisen.

Trump und Abe wollen sich am Donnerstag treffen. Es handelt sich um den ersten Besuch eines Staats- und Regierungschefs bei ihm seit dem Wahlsieg in der vergangenen Woche. Der US-Republikaner wird sich Beratern zufolge dabei wohl bemühen, die Sorgen des engen US-Verbündeten zu zerstreuen. Trump fordert seit Jahren, dass Länder wie Japan mehr für ihre Verteidigung tun müssten und sich weniger stark auf die USA verlassen dürften.

Trumps Team ließ am Mittwoch Fragen zu Abes Besuch unbeantwortet. Der Geschäftsmann selbst erklärte auf Twitter, die Übergabe der Amtsgeschäfte laufe reibungslos. Er habe bereits mit vielen Staats- und Regierungschefs per Telefon gesprochen. Trump wird die Regierung von seinem Vorgänger Barack Obama am 20. Januar übernehmen. Der frühere Reality-TV-Star hat noch nie in einem Regierungsamt oder als Abgeordneter gearbeitet.

(Reuters)