Jeder fünfte Anleger erwartet Zerfall der Euro-Zone

Die Sorge von Investoren vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone lässt etwas nach. Die Wahrscheinlichkeit wird nur noch mit 21,8 Prozent beziffert.
27.12.2016 08:37
Italien gilt als grösstes Sorgenkind der Euro-Zone: Die Piazza Venezia in Rom.
Italien gilt als grösstes Sorgenkind der Euro-Zone: Die Piazza Venezia in Rom.
Bild: Pixabay

Das teilte die Investmentberatung Sentix am Dienstag zu ihrer kurz vor Weihnachten erhobenen Umfrage unter 933 Anlegern mit. Ende November waren es noch 24 Prozent. 

"Die Einigung in Italien auf eine Rekapitalisierung der angeschlagenen Bank Monte dei Paschi lässt die Austrittswahrscheinlichkeit für Italien sinken, wenn auch nur gering", erklärte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. "Dennoch bleibt Italien, noch vor Griechenland, das Euro-Sorgenkind Nummer eins." Euro-Kritiker wie die Fünf-Sterne-Bewegung sind in Italien sehr stark.

Der aktuelle Indexwert von 21,8 Prozent beziffert den Anteil der befragten Anleger, die mit dem Ausscheiden mindestens eines Landes aus der Währungsunion in den nächsten zwölf Monaten rechnen. Seinen vorläufigen Höchststand hatte der Index im Juli 2012 mit 73 Prozent erreicht, sein Minimum im Juli 2014 mit 7,6 Prozent.

(Reuters)