Jungfraubahn: Zukunft der Männlichenbahn weiter in der Schwebe

Die Verantwortlichen der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen hoffen auf eine möglichst rasche Erledigung von Einsprachen, die der Erneuerung der Anlage entgegenstehen. Gelingt dies nicht, schliessen die Bahnverantwortlichen auch einen zeitweiligen Stillstand der Anlage nicht aus.
07.06.2017 12:00

Die Gondelbahn Grindelwald-Männlichen (GGM) soll im Rahmen des V-Bahnprojekts der Jungfraubahnen erneuert werden. Ein Ast der V-Bahn ist von Grindelwald Richtung Eigergletscher vorgesehen, der andere würde vom gleichen Startpunkt aus auf den Männlichen führen und die alte Gondelbahn ersetzen.

Das millionenschwere Vorhaben wird kontrovers diskutiert. Umweltverbände kritisieren die Auswirkungen auf die Landschaft. Auch einzelne Privatpersonen haben Vorbehalte.

Liessen sich die Einsprachen nicht innerhalb der nächsten Monate bereinigen, drohten langjährige Gerichtsverfahren, schreibt der GGM-Verwaltungsrat in einer Mitteilung vom Mittwoch.

In der Folge müsste die GGM, deren Konzession nächstes Jahr ausläuft, um eine Verlängerung ersuchen. Für die über vierzigjährige Bahn wäre dies ein äusserst schwieriges und kostspieliges Unterfangen, wie der Verwaltungsrat betont. Es sei daher nicht auszuschliessen, dass die Bahn zeitweise geschlossen würde.

Auf finanzieller Ebene wäre die Basis für die Erneuerung der Männlichenbahn gelegt. Die Aktionäre stimmten vergangenes Jahr einer Kapitalerhöhung zu. Die angestrebte Verdoppelung um 5,5 Mio CHF kam nach Angaben der GGM-Verantwortlichen zustande und wurde sogar überzeichnet.

Die grösste Aktionärin der GGM sind die Jungfraubahnen mit über einem Drittel Kapitalanteil und die Bergschaft Itramen mit über 21%.

mk

(AWP)