Kanada will bis 2030 aus traditioneller Kohleenergie aussteigen

OTTAWA (awp international) - Kanada will bis zum Jahr 2030 aus der traditionellen Kohleverstromung aussteigen. Umweltministerin Catherine McKenna teilte am Montag in Ottawa mit, Kohlekraft mache derzeit rund zehn Prozent der Treibhausgase aus, die Kanada insgesamt ausstösst.
21.11.2016 22:09

Kohle werde in vier Provinzen zur Stromgewinnung verbrannt: Alberta, Saskatchewan, Nova Scotia und New Brunswick. Diese Provinzen können sich nun zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden. Entweder verabschieden sie sich zugunsten umweltfreundlicherer Energien aus der Kohle, oder sie nutzen Technologien zur Kohlenstoffspeicherung.

Kanadas Regierung hat sich verpflichtet, den Ausstoss der Treibhausgase des Landes bis 2030 um mindestens 30 Prozent im Vergleich zu 2005 zu reduzieren.

Die Mitteilung der Regierung in Ottawa fällt in eine Zeit, in der Donald Trump angekündigt hat, als US-Präsident für den südlichen Nachbarn Kanadas eine Reihe von Umwelt- und Energieregulierungen abzubauen. Er hat seinen Wahlkampf auch mit Zusagen an eine Wiederbelebung der Kohlegewinnung geführt, ohne ins Detail zu gehen.

Kanadas Umweltministerin erklärte: "Wir senden das klare Signal an die Welt, dass Kanada ein grossartiger Ort ist, um in umweltfreundliche Technologien zu investieren."/ki/DP/fbr

(AWP)