Kartellamt durchsucht Salzgitter

Der Stahlkonzern Salzgitter hat Durchsuchungen des Bundeskartellamtes bei mehreren Gesellschaften des Konzerns bestätigt. Das Unternehmen habe alle gewünschten Unterlagen zur Verfügung gestellt, erklärte das Unternehmen am Montag auf Anfrage. Die Aktie fiel nach Bekanntwerden um bis zu 4 Prozent, erholte sich dann aber etwas und lag am Mittag noch gut 2 Prozent im Minus.
04.09.2017 12:47

Das "Manager Magazin" hatte zuvor berichtet, die Behörde ermittele gegen die Wirtschaftsvereinigung Stahl. Dabei gehe es vor allem um mögliche Absprachen bei Preisen und Zuschlägen von Grobblechen und Flachstahl. In dem Zusammenhang habe das Bundeskartellamt auch die Zentrale von Salzgitter untersucht. Salzgitter wollte sich wegen des schwebenden Verfahrens nicht weiter äussern.

Auch Thyssenkrupp ist laut "Manager Magazin" ins Visier der Behörden geraten, allerdings hat es dem Bericht zufolge noch keine Durchsuchungen gegeben. Thyssenkrupp erklärte, dass das Bundeskartellamt seit 2015 gegen diverse Unternehmen und Wirtschaftsverbände der deutschen Stahlindustrie ermittele.

"In diesem Zusammenhang hat uns das Bundeskartellamt zudem mitgeteilt, dass es seine Ermittlungen auf weitere Stahlprodukte ausgeweitet hat. Auch hier gibt es Berührungspunkte zur Arbeit der Wirtschaftsverbände", hiess es. "Wir nehmen die Vorgänge sehr ernst und unterstützen die Ermittlungen der Behörde." Weitere Angaben seien wegen der laufenden Verfahren derzeit jedoch nicht möglich./nas/das

(AWP)