Katalonien-Krise setzt spanischem Detailhandel zu

Die politische Krise um die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Katalonien hinterlässt Bremsspuren in der Wirtschaft Spaniens. Erstmals seit mehr als drei Jahren sanken im Oktober die Umsätze der Detailhändler, wie die Nationale Statistikbehörde (INE) am Dienstag mitteilte.
28.11.2017 11:21

Unter Herausrechnung von Kalendereffekten gingen die Einnahmen zum Vorjahr um 0,1 Prozent zurück. Unbereinigt ergab sich sogar ein Minus von 1,2 Prozent.

Dabei fallen die Umsatzrückgänge der Detailhändler in Katalonien mit 3,9 Prozent besonders ins Auge. Nach der Unabhängigkeitserklärung des Parlaments in Barcelona hatte die spanische Regierung die Regionalregierung im Oktober abgesetzt und die Verwaltung der Autonomieregion übernommen.

Wegen der Krise haben fast 2000 Unternehmen ihren Sitz aus Katalonien verlegt. Auch die Arbeitslosigkeit stieg in der Region im Nordosten Spaniens im Oktober deutlich stärker als in den anderen Gegenden des Landes.

Für den 21. Dezember wurden Neuwahlen in der autonomen Region angesetzt.

(AWP)