Hilferuf an die SNBKMU-Verband fordert Massnahmen gegen Frankenstärke

Der Arbeitgeberverband der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Swissmechanic fordert den Bund und die Nationalbank auf, der Branche unter die Arme zu greifen.
24.01.2017 15:30
Zu stark für viele KMU: Der Schweizer Franken.
Zu stark für viele KMU: Der Schweizer Franken.
Bild: Bloomberg

So verlangt der Verband die Schaffung eines Innovations-Fonds und eine verstärkte Exportförderung.

Zweck des Fonds soll es sein, KMU Risikokapital zur Verfügung zu stellen, mit dem sie innovative Projekte vorantreiben können. Gemäss der Mitteilung vom Dienstag denkt Swissmechanic konkret an die Aufrüstung von Maschinen, an den Anlagekauf, die Ausbildung, die Nachfolgefinanzierung und an Digitalisierungsprojekte im Rahmen von Industrie 4.0.

Das Geld für den Fonds soll vom Bund, von der Schweizerischen Nationalbank (SNB), von Anlegern und von Geschäftsbanken kommen. Der SNB kommt dabei eine Sonderrolle zu. Sie soll nämlich das gesamte Kreditrisiko und die Administrationskosten bei der Kreditvergabe tragen. Zudem soll die SNB während den nächsten drei Jahren mit Stabilisierung des Wechselkurs weiterfahren.

Ausländische Vorbilder

Bei der Forderung nach einem Innovations-Fonds orientiert sich Swissmechanic an ausländischen Vorbildern. Sowohl China wie Japan sollen gemäss dem Verband über solche Instrumente verfügen. Auch Deutschland, Norwegen oder Singapur unterstützten die Industrie direkt, heisst es in der Mitteilung.

Weiter fordert der Arbeitgeberverband einen Ausbau der Exportförderung zugunsten der KMU. So soll der Bund den Unternehmen beim Vertrieb, dem Marketing, bei Messen, Lobbying sowie Verkaufs- und Einkaufsgemeinschaften unterstützen. Zudem sollen Gelder für Exportbürgschaften und Exportrisikoversicherungen fliessen.

Es gehe um den den Erhalt der imagebildenden Schweizer Qualitätsprodukte, heisst es dazu in der Mitteilung. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es "eine tatkräfige Industriepolitik im Dienste des Werkplatzes Schweiz".

(AWP)