Koalition gegen Luftverschmutzung durch Flugverkehr

Bern (awp/sda) - In der Schweiz trägt der Flugverkehr 16% zur Klimaerwärmung bei, international sind es 5%. Eine neue Koalition will der Problematik dieser Emissionsquelle beim Bund mehr Gehör verschaffen. Der Bund nämlich berücksichtige nur die Interessen der Luftfahrtindustrie.
26.09.2016 13:26

Der Klimaschutz und der Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Schadstoffen zählten bei Bundesrat und Parlament kaum, teilte die Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit (KLUG) am Montag mit. Die direkt Betroffenen könnten sich nur schwer Gehör verschaffen, weil ihre Interessen meist von kleinen regionalen Organisationen vertreten würden.

Die KLUG will die Interessen dieser Organisationen bündeln und auf nationaler Ebene vertreten. Sie setzt sich den Angaben gemäss für eine Reduktion der vom Flugverkehr verursachten Treibhausgase, Luftschadstoffe und Lärm ein. Etliche Organisationen unterstützen die KLUG in ihrer Vorbereitungsphase.

Wie sie schreibt, fliegen Schweizerinnen und Schweizer im Jahr rund 5330 Kilometer - Tendenz steigend. Im Vergleich zu den Nachbarländern flögen die Schweizer doppelt so häufig. Entsprechend steige die Umweltbelastung und nehme trotz technischem Fortschritt kaum ab. Das werde durch Privilegien für die Luftfahrt gefördert. Kerosin sei steuerfrei, die öffentliche Hand finanziere die Erschliessung der Flughäfen.

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(AWP)