Kommissionssprecher: Keine Gefahr der Aufweichung von EU-Standards

BERLIN (awp international) - Der Sprecher der Europäischen Kommission in Deutschland hat Befürchtungen zurückgewiesen, durch die geplanten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada würden EU-Standards aufgeweicht. "Amerikanische oder kanadische Unternehmen sind auch nach einer Unterzeichnung von TTIP oder Ceta selbstverständlich an die Standards der EU gebunden, wenn sie in die EU exportieren oder auf dem hiesigen Märkten aktiv werden", betonte Kommissionssprecher Reinhard Hönighaus am Mittwoch in einer in Berlin veröffentlichten Stellungnahme.
14.09.2016 18:19

Die Abkommen mit den USA oder Kanada würden in keiner Weise zu einer Aufweichung der EU-Standards bei der Lebensmittelsicherheit führen. "An der Art und Weise, wie wir in der EU etwa genetisch veränderte Organismen und die Lebensmittelsicherheit regeln, wird sich nichts ändern", versicherte Hönighaus.

Am Samstag demonstrieren Gegner der Abkommen in sieben deutschen Städten gegen die gepanten Freihandelsabkommen TTIP und Ceta. Sie sehen unter anderem Umwelt- und Verbraucherstandards durch das Vertragswerk bedroht./czy/DP/fbr

(AWP)