Kontrollen der Geldgeber in Athen ohne konkretes Ergebnis

ATHEN (awp international) - Vertreter der Geldgeber-Institutionen sind nach mehrtägigen Kontrollen des griechischen Reformprogramms zu weiteren Beratungen mit ihren Zentralen aus Athen abgereist. Die Experten der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB), des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden Mitte November zur Fortsetzung der Kontrollen zurück erwartet. Dies erfuhr Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen.
28.10.2016 09:43

Im Mittelpunkt der laufenden Kontrollrunde standen hauptsächlich die Reformen beim Streikrecht und den Gewerkschaften, der Fortgang der Privatisierungen, die Situation bei faulen Krediten sowie Reformen im Rentensystem und der griechische Haushalt 2017.

Die Athener Regierung hatte im Sommer im Gegenzug für ein Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen zugesagt. Der IWF nimmt vorerst nur als Berater an den Verhandlungen teil.

Erst nach einer erfolgreichen Überprüfung können weitere Milliarden ausgezahlt werden. Dies ist auch Voraussetzung für eventuelle Schuldenerleichterungen, auf die Athen seit langem dringt./tt/DP/zb

(AWP)