Korruption bei brasilianischer Odebrecht: Länder in Lateinamerika ermitteln

RIO DE JANEIRO (awp international) - Der Korruptionsskandal um den brasilianischen Grosskonzern Odebrecht und seine Petrochemie-Tochter Braskem zieht in Lateinamerika Kreise. Argentinien, Venezuela, Peru und Kolumbien kündigten am Donnerstag (Ortszeit) Ermittlungen zur Identifizierung mutmasslicher Schmiergeldempfänger an.
23.12.2016 08:18

Nach Informationen des US-Justizministeriums hatten Odebrecht und Braskem auf der ganzen Welt Behördenmitarbeiter geschmiert, um Regierungsaufträge zu erhalten. Der brasilianische Konzern und seine Tochter müssen deswegen mindestens 3,5 Milliarden US-Dollar (3,3 Mrd Euro) Strafe zahlen. Odebrecht und Braskem bekannten sich schuldig.

Andere Staaten wollten zunächst weitere Informationen aus Washington abwarten. Die Regierung in Ecuador erklärte, sie hätten derzeit keine Verträge mit Odebrecht, könnten aber nicht ausschliessen, dass es Zahlungen gegeben habe. Odebrecht wurde von Nachfahren deutscher Einwanderer gegründet. Heute hat das Unternehmen rund 181 000 Mitarbeiter und ist in 23 Ländern tätig./nr/cc/rac/roc/ris/DP/zb

(AWP)