Krankenkassenprämien sollen im Schnitt um über 6 Prozent steigen

Der Internetvergleichsdienst bonus.ch rechnet für 2017 mit einer durchschnittlichen Erhöhung der Krankenkassenprämien um 6,5 Prozent.
21.09.2016 10:28
Für die Krankenkasse müssen die Versicherten 2017 wieder tiefer in die Tasche greifen.
Für die Krankenkasse müssen die Versicherten 2017 wieder tiefer in die Tasche greifen.
Bild: cash

Die Prognose liegt damit über den ersten Schätzungen, die von einem Anstieg zwischen 4 und 5% ausgegangen waren. Die Angaben über die wachsenden Gesundheitskosten, die finanziellen Angaben einiger Krankenkassen, die Auswirkungen der Anpassung des Risikoausgleichsmechanismus sowie die anlässlich einer informellen Umfrage bei Versicherungen gesammelten Daten hätten dazu geführt, dass bonus.ch seine Prognose nach oben korrigiert habe, teilte der Vergleichsdienst am Mittwoch mit.

Die durchschnittliche Erhöhung der Prämien wird auf 6,5% geschätzt. Für erwachsene Versicherungsnehmer mit einer Franchise von 300 CHF und einem traditionellen Versicherungsmodell werde die Erhöhung ein wenig tiefer ausfallen, nämlich zwischen 5 und 6%.

Für die Versicherten, die eine andere Franchise oder ein anderes Versicherungsmodell gewählt hätten, könnte die durchschnittliche Prämienerhöhung um mehr als zwei Punkte von der veröffentlichten durchschnittlichen Erhöhung abweichen, heisst es weiter.

Zu beachten sei auch, dass die Anpassung des Risikoausgleichsmechanismus sich negativ auf manche Prämien auswirken werde. Bonus.ch geht davon aus, dass über 20% der über 200'000 veröffentlichten Krankenkassenprämien mehr als 10% erhöht werden.

Für die sogenannten "Low-cost"- und "Satelliten"-Versicherungen werde es schwerer werden, auch weiterhin gemässigte Erhöhungen durchzuführen.

(AWP)