Kreise: Bayer muss bei Monsanto-Übernahme mit Auflagen der EU rechnen

Der Pharmakonzern Bayer muss sich bei der milliardenschweren Übernahme des Saatgut-Herstellers Montanto laut Insidern wie erwartet auf Gegenwind der EU-Wettbewerbshüter einstellen. Der Dax-Konzern werde von der EU-Kommission in Kürze eine Liste mit Bedenken erhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen.
08.12.2017 18:28

Eine solche Liste könnte beiden Unternehmen helfen, eine Untersagung des 66 Milliarden US-Dollar schweren Deals durch die Kartellbehörde zu verhindern, indem sie die Bedenken mit Zugeständnissen wie dem Verkauf von Geschäftsteilen ausräumen. Die EU-Kommission und Bayer lehnten eine Stellungnahme auf Nachfrage ab.

Laut EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager schauen sich die Wettbewerbshüter den Fall sehr genau an. Dabei gehe es darum, dass Landwirte beim Kauf von Saatgut und Unkrautvernichtern auch künftig die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern haben und erschwingliche Preise erwarten können, hatte die Kommissarin vergangene Woche gesagt. Laut Bloomberg hatten sich Vertreter von Bayer und Monsanto am Dienstag mit Vertretern der EU getroffen./stw/nas

(AWP)