Kreise: Chinesen zeigen Interesse am Kauf der HSH Nordbank

Die zum Verkauf stehende HSH Nordbank hat laut eingeweihten Kreisen Interesse in China geweckt. Der chinesische Grossaktionär der Deutschen Bank , die HNA Group gehöre zu den potenziellen Käufern und habe ein vorläufiges Angebot abgegeben. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag und berief sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die HNA sehe die Möglichkeit Synergien aus dem eigenen maritimen Kreditgeschäft und dem grossen Schiffsportfolio der HSH zu ziehen.
02.04.2017 21:30

Die HNA Group ist unter anderem in der Luftfahrt, im Tourismus und im Immobiliengeschäft aktiv. Der Mischkonzern müht sich momentan auch um den Kauf des Flughafens Hahn im Hunsrück.

Zu den weiteren Interessenten, die bereits ein Angebot abgegeben hätten gehört laut dem Bloomberg-Bericht der Finanzinvestor Apollo Global Management. Sprecher der beteiligten Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein sowie von Apollo und der HSH wollten keinen Kommentar abgeben.

Die Angebotsfrist für eine Übernahme der HSH Nordbank war in der Nacht auf Samstag abgelaufen. In einer ersten Reaktion hatten sich die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg zufrieden gezeigt. "Die erste Phase des Privatisierungsverfahrens hat zu einem guten Ergebnis geführt", teilten die Kieler Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) und ihr Hamburger Kollege, Senator Peter Tschentscher (SPD), am Sonntag mit.

Die Länder würden die Angebote nun sorgfältig prüfen. Hieraus ergebe sich, welche Bieter an der nächsten Phase des Privatisierungsverfahrens beteiligt würden. Schleswig-Holstein und Hamburg streben den Verkauf der gemeinsamen Landesbank zum 28. Februar 2018 an. Die HSH Nordbank besteht aus einer profitablen Kernbank und einer Abbaubank mit faulen Krediten von noch 13,6 Milliarden Euro./stb/tm

(AWP)