Krisenbank - Monte dei Paschi offenbar vor Milliardenverlust

Die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena erwartet einem Zeitungsbericht zufolge einen Halbjahresverlust von mehr als drei Milliarden Euro.
08.08.2017 07:06
Schriftzug der Banca Monte dei Paschi am Hauptsitz in Siena.
Schriftzug der Banca Monte dei Paschi am Hauptsitz in Siena.
Bild: Bloomberg

Grund seien hohe Vorsorgen für notleidende Kredite, berichtete die "Börsen-Zeitung" am Dienstag unter Berufung auf Bankenkreise. Die Bank will ihre Zahlen am Freitag vorlegen.

Italien hatte Ende Juli ein Gesetz zur Rettung der traditionsreichen Bank erlassen. Der Staat stützt das in Schieflage geratene Geldhaus mit insgesamt 5,4 Milliarden Euro und übernimmt dafür 70 Prozent an Monte Paschi. Die Europäische Kommission gab grünes Licht für die Staatshilfe, nachdem die älteste noch tätige Bank der Welt ein neues Geschäftsmodell und den Abbau ihres Schuldenbergs zugesagt hatte.

Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, streicht Monte Paschi bis 2021 jede fünfte Stelle und schliesst 600 der 2000 Filialen, wie sie Anfang Juli ankündigte. In vier Jahren soll die Bank dann einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro schreiben.

(Reuters)