Kryptowährungen - Berlin und Paris wollen Digitalwährung Bitcoin regulieren

Deutschland und Frankreich wollen die umstrittene Digitalwährung Bitcoin stärker kontrollieren. Geplant seien gemeinsame Vorschläge zur Regulierung, sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag in Paris nach einem Treffen mit dem geschäftsführenden Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU).
18.01.2018 16:55
Der beleuchtete Eiffelturm in der Dämmerung in Paris. Die französische Regierung will Licht ins Bitcoin-Geschäft bringen.
Der beleuchtete Eiffelturm in der Dämmerung in Paris. Die französische Regierung will Licht ins Bitcoin-Geschäft bringen.
Bild: Pixabay

Die gemeinsamen Vorschläge sollen für das Treffen grosser Industrie- und Schwellenländer (G20) im März in Argentinien vorliegen. Altmaier sagte, es gebe eine Verantwortung gegenüber den Bürgern, Risiken über eine Regulierung zu vermindern.

Bitcoins kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz und sind wegen geringer Kontrolle und grosser Schwankungen umstritten.

Die Ressortchefs bekräftigten, dass die beiden Länder in den kommenden Monaten Vorschläge zur Reform der Eurozone mit 19 Staaten machen werden. Das betreffe die Vollendung der europäischen Bankenunion und der Kapitalmarktunion. Berlin und Paris wollten zudem Vorschläge zur Angleichung im Steuerbereich machen.

Altmaier äusserte sich im Hinblick auf den Zeitplan zuversichtlich. In Deutschland laufe zwar noch die Regierungsbildung. Aber: "Wir sind zuversichtlich, dass dies sehr wahrscheinlich vor oder nach Ostern geschafft ist", sagte er.

(AWP)