Künftiger US-Finanzminister kündigt grosse Steuerreform an

Massive Steuersenkungen, mehr Wirtschaftswachstum und Härte im Währungsstreit mit China: So sieht das Programm des designierten US-Finanzministers aus.
30.11.2016 14:45
Will mit massiven Steuersenkungen für Unternehmer mehr Jobs zurück in die USA holen: der designierte US-Finanzminister Steven Mnuchin.
Will mit massiven Steuersenkungen für Unternehmer mehr Jobs zurück in die USA holen: der designierte US-Finanzminister Steven Mnuchin.
Bild: Bloomberg

Der vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump zum Finanzminister auserkorene ehemalige Goldman-Sachs-Banker Steven Mnuchin und der künftige Handelsminister Wilbur Ross setzen kurz nach ihrer Nominierung erste Akzente. "Unsere oberste Priorität hat die Steuerreform", sagte Mnuchin am Mittwoch dem Fernsehsender CNBC. "Wir werden die Unternehmenssteuern senken, was enorm viele Jobs zurück in die Vereinigten Staaten bringen wird." Sie sollen auf 15 Prozent halbiert werden. Auch mittlere Einkommen sollen entlastet werden. Der 53-Jährige sprach von der grössten Steuerreform seit der Ära von Präsident Ronald Reagan in den achtziger Jahren.

Damit solle die weltgrösste Volkswirtschaft beflügelt werden, deren Bruttoinlandsprodukt nachhaltig um 3 bis 4 Prozent jährlich wachsen könne. Mnuchin kündigte zudem offene Worte gegenüber China an, das von Trump als Währungsmanipulator an den Pranger gestellt wurde. "Wenn wir feststellen, dass wir sie als Währungsmanipulator kennzeichnen müssen, dann ist das etwas, was das Finanzministerium tun würde", sagte Mnuchin.

Ross lies durchblicken, dass er bilaterale Handelsabkommen statt regionaler Vereinbarungen wie dem transpazifischen TPP bevorzugt. "Wir haben viel dummen Handel betrieben", sagte Ross. Er sammelte in New York politische Erfahrung, wo er als Privatisierungsberater für den früheren Bürgermeister Rudy Giuliani arbeitete. Mnuchin war während Trumps Wahlkampf für die Finanzierung der Kampagne verantwortlich. Trump übernimmt am 20. Januar die Amtsgeschäfte von US-Präsident Barack Obama.

(Reuters)