Le Pen: Euro ist politische Waffe zur Erpressung

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat ihre Forderung nach einem Austritt Frankreichs aus der Eurozone bekräftigt. "Wenn ein Volk frei sein will, dann muss es seine Währung haben", sagte die Vorsitzende der Rechtspartei Front National in einem Interview des Radiosenders "Europe 1" am Sonntag. "Der Euro ist nicht nur eine Währung, er ist auch eine politische Waffe, die zur Erpressung bestimmter Länder dient."
12.02.2017 16:05

Vergangenes Wochenende hatte Le Pen ihr Programm für die Präsidentenwahlen in gut zwei Monaten vorgestellt. Neben der Wiedereinführung einer französischen Währung verspricht sie darin für den Fall eines Wahlsiegs auch einen Austritt aus dem Schengenraum sowie ein Referendum nach britischem Vorbild über die französische EU-Mitgliedschaft. Le Pen wird zugetraut, bei der ersten Runde der Präsidentenwahl am 22. April die meisten Stimmen zu bekommen und in die Stichwahl am 14. Mai einzuziehen.

In dem Interview sprach sich Le Pen zudem für die Todesstrafe aus. "Ich persönlich bin dafür", sagte sie. "Wenn die Franzosen die Rückkehr zur Todesstrafe wünschen, werden sie sich organisieren, um ein Referendum anzuregen."

Die Ausschreitungen bei Protesten gegen Polizeigewalt in einem Pariser Vorort am Samstagabend kommentierte Le Pen mit den Worten: "Wir tanzen seit einigen Jahren auf einem Vulkan." Einige "Taugenichtse" suchten jede mögliche Entschuldigung, um ihren Hass an Frankreich abzulassen. "Ich unterstütze die Polizei aus Prinzip."

In dem Ort Bobigny war eine zunächst friedliche Demonstration in Krawallen ausgeartet, mehrere Autos wurden angezündet. In ihrem Wahlprogramm fordert die Präsidentschaftskandidatin eine Stärkung der Sicherheitskräfte und eine Null-Toleranz-Politik./cko/DP/he

(AWP)