Lega-Finanzexperte stellt Euro für Italien in Frage

In Italien hat ein Finanzpolitiker der Regierungspartei Lega den Euro mit den wirtschaftlichen Problemen des Landes in Verbindung gebracht. Er sei mehr als sicher, dass Italien mit einer eigenen Währung die gegenwärtigen Probleme lösen könnte, sagte Claudio Borghi am Dienstag in einem Radiointerview. Der Politiker ist bekannt für seine eurokritische Haltung. Seine Aussagen setzten italienische Anleihen im frühen Handel weiter unter Druck und belasteten auch den Kurs des Euro.
02.10.2018 09:17

Der Euro als Gemeinschaftswährung sei für Italien unzureichend, um die finanziellen Schwierigkeiten zu lösen, sagte Borghi weiter. Die drittgrösste Volkswirtschaft der Eurozone leidet unter einer hohen Staatsverschuldung. Borghi wehrte sich in dem Radio-Interview ausserdem gegen eine Einmischung der EU-Kommission in die italienische Finanzpolitik. Wie Frankreich dürfe auch Italien nicht das Ziel von Angriffen von EU-Vertretern sein, forderte der Finanzpolitiker./jkr/bgf/jha/

(AWP)