Leuthard: Rentenalter 67 ist keine Lösung

Für Bundespräsidentin Doris Leuthard ist das Rentenalter 67 keine Lösung. Solange sie in den Zeitungen regelmässig von Leuten über 50 Jahre lese, die Mühe hätten, eine Stelle zu finden, gehe das nicht, sagte sie am Samstag in Zeitungsinterviews.
09.09.2017 14:02

Die Digitalisierung erschwere die Lage zusätzlich, erklärte die CVP-Magistratin in Interviews mit den Zeitungen "Schweiz am Wochenende", "Südostschweiz am Wochenende" und "Le Temps". Wenn die Politik das Rentenalter weiter erhöhen wolle, müsse sie zusätzliche Mittel in die Bildung investieren.

Das sei aber schwierig. Die Frage stelle sich, wo sich im Budget 100 Millionen Franken für die Digitalisierung finden liessen. Dem Bundesrat sei bewusst, dass zusätzliche Mittel nötig seien.

Sie frage sich, wie sinnvoll es sei, Kreditreste und Überschüsse nur zum Schuldenabbau zu verwenden. Dieses Geld könne man auch in zukunftsträchtige Projekte stecken. Im laufenden Jahr sinke die Schuldenquote der Schweiz unter 14 Prozent.

(AWP)